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Darf ich auf ein Leckerli vorbeikommen?

Förderung des „Besuchshunde“-Projekt des DRK-Ortsvereins Reinfeld

Das erste Besuchshunde-Team von links: Heike Dippel mit Eyk, Stefanie Linnemann mit Nelly, Nadine Tietz mit Ciro, Christiane Vick mit Pino, Stefan Dippel mit Gauner und Petra Tiedemann mit Camira. Foto:  Timon Kronenberg/hfr.

Im vergangenen Jahr startete der Ortsverein Reinfeld des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sein „Besuchshunde“-Angebot, das auf große Resonanz stößt. „Wir haben jetzt ein Team von zwei ausgebildeten Therapie-Begleithunden und vier Besuchshunden mit ihren jeweiligen ebenfalls ausgebildeten Hundeführer:innen“, so Petra Tiedemann, Fachkraft für tiergestützte Intervention. Dank einer großzügigen Förderung in Höhe von 10.000 Euro von den Stiftungen der Sparkasse Holstein für die Jahre 2024 und 2025 kann das Projekt nun in die nächste Runde starten und die Ausbildung der nächsten Gruppe beginnen.

Dass Tiere der Seele gut tun, ist allgemein bekannt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass Tiere auch zu Therapiezwecken eingesetzt werden. „Der Ortsverein Reinfeld möchte mit diesem Projekt aktiv etwas gegen Einsamkeit tun, denn die Hunde kommen sehr gerne zu Besuch und agieren mit ihren Gastgeber:innen“, so Cordula Andjelic-Neumann, Leiterin des DRK-Ortsvereins Reinfeld.
Dabei sind die Möglichkeiten nahezu unbegrenzt. Denn die Aufgaben der Hunde sind vielfältig und richten sich nach den Fähigkeiten und auch Bedürfnissen der zu Besuchenden. „Die Menschen unterschiedlichen Alters sollen liebevoll und spielerisch durch die „Arbeit“ mit dem Hund begleitet werden. Der Hund ist dabei ein hervorragendes Medium“, so Petra Tiedemann. „Wir besuchen aber nicht nur Senioren, sondern auch Kinder, Menschen in schwierigen Verhältnissen und unterstützen bei der Trauerarbeit“.

Das Team hat große Freude an der Tätigkeit und sprudelt nahezu über vor immer wieder neuen Ideen, wie die Hunde und ihre Besitzer:innen Menschen erfreuen können. Ob Spaziergänge oder Spiele, die sowohl die geistigen als auch die motorischen Fähigkeiten anregen – für jede Menge Spaß ist in jedem Fall gesorgt. Da kommt die Förderung gerade richtig. Denn es werden immer neue Spielmaterialien, Decken, Hundeleinen, Fleecejacken für Herrchen/Frauchen und vieles mehr benötigt.

Die Hunde und ihre Begleitung sind alle ehrenamtlich tätig und kommen aus verschiedenen Berufen. Sie alle haben eine etwa neunmonatige Ausbildung absolviert. Denn sowohl die Hunde als auch die Begleiter:innen müssen für ihre neue Aufgabe viel lernen. Sie besuchen körperlich und/oder geistig eingeschränkte Menschen mit ihren Vierbeinern in ihrem jeweiligen Umfeld. Wenn therapeutische Inhalte gefragt sind, stehen hierfür extra ausgebildete Therapie-Begleithunde zur Verfügung.

Für diese spannende und wertvolle Arbeit werden weitere Interessierte gesucht. Angesprochen sind Menschen, die einen freundlichen Hund besitzen, der sich zum Besuchshund eignet und ausbilden lässt und die ehrenamtlich etwa ein- bis zweimal im Monat für jeweils ca. eine Stunde jemanden mit körperlichen oder geistigen Handicaps mit ihrem Hund besuchen möchten. Der Zeitaufwand richtet sich nach dem/der jeweiligen Hundebesitzer:in. Die Besitzer:innen müssen empathisch sein und gerne mit Menschen arbeiten wollen.

Die Interessierten und ihre Hunde machen zunächst einen Eignungstest und werden bei Eignung über einen Zeitraum von sechs bis neun Monaten ausgebildet. Denn die Hunde müssen lernen, beispielsweise nicht zu erschrecken. Und auch die Besitzer:innen werden auf ihre besondere Tätigkeit ausgiebig vorbereitet; darüber hinaus wird es regelmäßig Supervision und Erfahrungsaustausch geben.

Wer Interesse hat, bekommt bei Petra Tiedemann, Telefon 0172/452 10 16, ausführliche Informationen. Auch Sponsoring ist übrigens willkommen!