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Von links nach rechts: Dr. Henning Görtz, Anna Mieves, Dr. Katharina Schlüter, Inga Müller, Joachim Koop

26.08.2020 | Kunst und Kultur

Neue Stipendiatin Anna Mieves stellt sich vor

Seit dem 1. Mai 2020 lebt und arbeitet die Bildhauerin Anna Mieves als neue Stipendiatin der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn in der Trittauer Wassermühle. Am Dienstag stellte sie sich und ihre Arbeit vor.

Überzeugt hatte die Hamburgerin mit ihrer betont technischen Formsprache. In ihren raumbezogenen Installationen arbeitet sie mit unterschiedlichen Materialien, wie Holz, Porzellan und Kunststoffen, aber auch Videos, Szenografien und Performances sind Teil ihres künstlerischen Schaffens.

„Wir sind sehr froh, dass wir mit den Stiftungen der Sparkasse Holstein unsere Programme auch in Zeiten von Corona weiterführen können. Dies ist vor allem durch die kontinuierliche Unterstützung unserer Stifterin, der Sparkasse Holstein, möglich. Es ist sehr schön zu wissen, dass die Kultur lebt und Anna Mieves nun seit 1. Mai 2020 als neue Stipendiatin für das Kunststipendium in der Trittauer Wassermühle 2020/2021 in Trittau lebt und arbeitet“, sagt Dr. Henning Görtz, Landrat und Stiftungsvorstandsvorsitzender der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn, der ebenfalls zu dem Termin erschienen war. „Es ist toll, Anna Mieves und ihre Arbeit hier vor Ort im Atelierhaus Trittau und der Wassermühle ein Jahr begleiten zu können und zu sehen, wie sich ihr Werk entwickelt“, ergänzt Dr. Katharina Schlüter, Leiterin Kunst & Kultur bei den Stiftungen der Sparkasse Holstein.

Das Prozesshafte und das In-Bewegung-Sein sind Themen, die Anna Mieves künstlerisch bearbeitet. Dabei tauchen neben Abdrücken und Ausschnitten in unterschiedlichen Maßstäben auch Hohlformen leitmotivisch in ihren Installationen auf. Hohlformen können überall dort entstehen, wo prägende Bedingungen auf eine Fläche einwirken. Die Werkstatt, Arbeits- und Fertigungsprozesse, Material, Warenströme und Ergonomie können sich hier ablesen lassen. Die entstandenen Vertiefungen, Knicke, sich aufwerfenden Ränder, Verdichtungen und Montagestellen weisen, fort von den Formen, auf einen unbestimmten Ort und Zweck und legen Handlungsmöglichkeiten nahe. Im Kopf des Betrachters können diese Handlungen ausgeführt – und so die Objekte in Bewegung versetzt werden. 

Anna Mieves wurde 1982 in Hamburg geboren und studierte bis 2018 an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Seit 2008 waren ihre Werke in zahlreichen Ausstellungen zu sehen. Mieves erhielt u.a. 2018 das Klaus-Kröger-Atelierstipendium sowie 2019 das Residenzstipendium ‚Freiräume‘ der Schaumburger Landschaft.

Das Jahresstipendium der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn fördert seit 1992 bildende Künstlerinnen und Künstler aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Neben einem finanziellen Zuschuss zum Lebensunterhalt stellt die Stiftung den Stipendiaten eine Wohnung in der Trittauer Wassermühle sowie ein Atelier im benachbarten Atelierhaus zur Verfügung. Zum Abschluss des Studienaufenthaltes werden die aktuellen Arbeiten in einer Ausstellung präsentiert und eine dazugehörige Publikation realisiert.

Weitere Infos auf der Homepage der Künstlerin.