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04.08.2020 | Kunst und Kultur

From the collection / Aus der Sammlung: Suse Bauer

Mit ihrer beeindruckenden Ausstellung "Der Abgrund unter mir heißt Zukunft" hat Suse Bauer 2018 die Galerie im Marstall Ahrensburg bespielt. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Hamburg.

Wir haben die Künstler*innen gebeten unser Kurzinterview zu beantworten, einen Kurzfilm aus dem Atelier #livefromthestudio zu liefern sowie 2-3 Werkaufnahmen aktueller Arbeiten.
Das Kurzinterview sowie eine Abbildung der Werke aus unserer Sammlung finden Sie auf dem Stiftungsportal, die Werkabbildung sowie den Film auf den Social-Media-Kanälen der Galerie in der Wassermühle Trittau:
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Schauen Sie vorbei!

Kurzinterview: Drei Fragen an...Suse Bauer

Was verbindet Sie mit der Stiftung? 
Für meine Ausstellung "Der Abgrund unter mir heißt Zukunft" in der Galerie im Marstall in 2018 habe ich eine Reihe von neuen großformatigen Prints entwickelt. Hochaufgelöste Scans kleiner, noch feuchter Tonmodelle wurden vergrößert auf ca. 6 Quadratmeter Papier gedruckt. Die Unterstützung der Stiftung hat mir ermöglicht, die Serie "Landschaft unter Aufsicht" zu entwickeln und herzustellen.

Wie ist das Werk "Die Werkzeuge gehorchten ihr, sie stellten sich in Reihen auf und Steine wurden zu Städten entstanden? 

Es entstand bereits 2011, in einer Zeit des Übergangs zwischen Malerei und Reliefplastik innerhalb meiner Arbeit. Es ist aus Schichten fester Ölfarbe aufgebaut, Linien und Raster sind hineingekratzt, sodass ein feines Relief entsteht. In dieser Zeit beschäftigte mich die Perspektive der Aufsicht, so wie sie beim Scanvorgang gelesen wird. Mich interessierte zunächst das nebeneinander Arrangieren und Sortieren von Formen auf einer gerasterten Bildfläche. Die Komposition ist auch Teil meiner Beschäftigung mit Möglichkeitsvorstellungen und Potentialitäten des Menschen und soll einen Blick auf die individuelle Wirkmächtigkeit eröffnen.

Woran arbeiten Sie aktuell?
Ich habe gerade mit einer Reihe von Keramikgefäßen begonnen, die ich während des Shutdowns, im Beisein meines Sohnes im Atelier aus gewalzten Platten aufgebaut habe. Nun arbeite ich an einer gemeinsamen Ausstellung unter dem Arbeitstitel »Lady Columns« mit der israelischen Bildhauerin Dana Yoeli, mit der ich im letzten Jahr eine gemeinsame Recherchereise unternommen habe. Wir untersuchen wie sich Ideen von Zukunft gesellschaftlich konstruieren und materialisieren, z.B. in Architektur. Es geht um steingewordene Zukunftsentwürfe, gebaute Wirklichkeit. In Vorbereitung darauf beschäftige ich mich mit Sandgußverfahren und plane in den kommenden Monaten großformatig Beton zu giessen.


Weitere Informationen finden Sie unter: www.susebauer.net